• Manfred Bremen

... Heinrich Winter

Aktualisiert: 24. Sept 2018

Auf dem Friedhof an der Frankfurter Straße ist das Grab von Heinrich Winter, einem der Ersten der Kronberger Malerkolonie.

Als Sohn eines Buchhändlers am 26.2.1843 in Frankfurt geboren, förderte seine Mutter ihn bereits als 13-Jährigen mit der Vorschule am Städel, wo er 1860-1864 bei Professor J. Becker studierte. Von der bei ihm gelernten Landschaftsmalerei geleitet, fand er in Kronberg seine Bindung zu Anton Burger und Jakob Fürchtegott Dielmann.

Seine Vorliebe galt jedoch von klein an Pferdemotiven, weshalb er 1867 der Einladung seines Vorbildes Adolf Schreyer nach Paris folgte und auf dessen Rat Studienreisen nach Ungarn, Rumänien und in den Orient machte.

Im Krieg 1870/71 diente er freiwillig in einem Sanitätskorps und zog nach Kriegsende endgültig zur Kronberger Künstlerkolonie.














1874 heiratete er die Bankierstochter Johanna Müller, die ihr Haus in Frankfurt abreißen und in Kronberg wieder aufbauen ließ.


Heinrich Winter war von 1901 bis zu seinem Tod am 13.11.1911 Mitglied des Magistrats und patriotischer Förderer des Kriegsvereins.


Die Stadt benannte nach ihm die Straße, in der heute noch die 1935 von der Stadt erworbene "Villa Winter" steht. Sie sollte ein Kurhaus werden, wurde aber bis 1977 als Schule genutzt. 2002 wurde sie aufwändig umgestaltet und diente als Jugendhaus. In den vergangenen beiden Jahren waren dort Flüchtlinge untergebracht und das "Café International" diente als Treffpunkt.

In 2017 wird die Villa Winter erneut umgebaut und für das Museum Kronberger Malerkolonie, die Kunstschule und den Kronberger Kulturkreis hergerichtet.


Ob wohl jemals ein "Haus der bildenden Kunst" daraus wird, in dem Malermusum und Fritz-Best-Museum gemeinsam Kunstwerke zeigen und den lebenden Kronberger Künstlerinnen und Künstlern Raum für Ausstellungen gegeben wird?



Manfred Bremen 1.12.2016

Quelle: "Die Kronberger Malerkolonie" von Dr. August Widerspahn und Helmut Bode; "Kronberg in alten Ansichten" von Wilhelm Jung.

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