….. auf dem Friedhof Frankfurter Straße das Grabmal von Professor Adolf Schreyer,

         dem wohl berühmtesten Künstler der Kronberger Malerkolonie.

 

Als Sohn eines Weinhändlers aus Speyer am 9.7.1828 in Frankfurt geboren, studierte er ab 1843 am Städelschen Kunstinstitut bei Jakob Becker - gemeinsam mit  Anton Burger und Philipp Rumpf.

 

Kurze Aufenthalte an den Kunstakademien in Düsseldorf, München und Stuttgart förderten seine künstlerische Entwicklung – wobei er sich von Anfang an besonders den Pferden widmete.


1856 ging er als Freiwilliger in den Krimkrieg und begleitete Prinz Emmerich von Thurn und Taxis auf Reisen durch Ungarn, Rumänien und Russland.


Nach einem längeren Aufenthalt bei seinen Freunden in der seit 1858 bestehenden Kronberger Malerkolonie lebte er ab 1861 in Paris. In dieser Zeit unternahm er einige Reisen nach Algerien und in den Nahen Osten und entwickelte seine Vorliebe für orientalische Motive, die ihm das Prädikat „Araberpferde-Maler“ einbrachte.



Die hohe Qualität seiner Bilder wurde mit vielen Preisen in Brüssel, Paris, München, Wien und Sydney ausgezeichnet.

Seine Gemälde trafen den Zeitgeschmack und machten ihn mit Verkäufen in der ganzen Welt zu einem wohlhabenden Mann.

1870 musste er wegen des Deutsch-Französischen-Krieges Paris verlassen und zog nach Kronberg.

Im Wohnhaus in der Hainstraße richtete seine Frau Mary  ein Lazarett für Offiziere ein.

Bei Besuchen des Lazaretts hat Kronprinzessin Victoria von Preußen die landschaftliche Schönheit von Kronberg entdeckt und sie als Witwe des Kaisers Friedrich III. 1890 das Schloss Friedrichshof in Kronberg errichten lassen.

Adolf Schreyer zog es in den Wintermonaten immer wieder nach Paris – in der übrigen Zeit pflegte er im Hauptwohnort Kronberg enge Freundschaft mit seinem Nachbarn Norbert Schrödl und verschaffte Heinrich Winter und Fritz Wucherer Kontakte in Paris – eine gegenseitige künstlerische Beeinflussung fand kaum statt.

Für seine intensive finanzielle Unterstützung der Feuerwehr und sozial Bedürftiger bedankte sich die Stadt Kronberg mit der Verleihung der Ehrenbürgerrechte und der Namensgebung einer Straße.

Seit seinem Tod am 29.7.1899 rät uns Adolf Schreyer

 

 

                              „Sucht mich nicht hier - suchet mich in Euren Herzen“ 

                                                                                 im Atelier

von N.Schrödl porträtiert


 

Quelle:  www.kronberger-maler.de                                                                                                                    

                                                                                                                                                                        Manfred Bremen 2016.11.1.